Interview: Stephanie Mißler

stephanie missler bsJeder is(s)t anders
Individuell angepasste Ernährungsberatung- und therapie im Schlosscarree.

Welche konkreten Angebote bieten Sie Ihren Kunden?

Als Ökotrophologin und zertifizierte Diät- und Ernährungsberaterin führe ich qualifizierte, von den Krankenkassen anerkannte Ernährungsberatung und -therapie durch. Dazu gehören sowohl Einzelberatungen als auch Gruppenschulungen und Kurse. Darüber hinaus biete ich für Unternehmen Maßnahmen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (z.B. Vorträge, Workshops) an. Das Leistungsspektrum wird kontinuierlich erweitert.

 

Können Sie einen Ihrer besonderen Arbeitsschwerpunkte einmal kurz und prägnant beschreiben?

Den Schwerpunkt meiner Arbeit bildet die Ernährungstherapie. Diese ist eine begleitende rehabilitative Maßnahme bei der Behandlung von ernährungsabhängigen Erkrankungen sowie krankheitsbedingten Ernährungsproblemen. Sie findet in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt statt und wird von diesem auch verordnet. In den Therapiesitzungen lernen die Patienten verschiedene Möglichkeiten kennen, durch ein verändertes Essverhalten positiven Einfluss auf die Erkrankung nehmen zu können. 

 

ernaehrungsberatung-bsDie Schwerpunkte der Ernährungstherapie sind Information, Aufklärung, Praxisanwendung und Verhaltensmodifikation. Ernährung ist etwas sehr Persönliches. Jeder Mensch is(s)t anders. Deshalb habe ich mich für die Durchführung individueller Einzelberatungen entschieden. So steht bei mir der Patient im Mittelpunkt.

 

Welche Wirkung hat diese Methode?

Eine angepasste Ernährung kann den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen, das Komplikationsrisiko senken und den Therapieerfolg fördern. In der Beratung lernt der Patient verschiedene Möglichkeiten kennen, um über eine bewusste Steuerung des eigenen Essverhaltens sowie der Lebensmittelauswahl positiven Einfluss auf die Erkrankung nehmen zu können.

 

Für wen könnten Ihre Angebote hilfreich sein?

Eine Ernährungsberatung ist für alle sinnvoll, die aktiv etwas für ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden oder ihre Leistungsfähigkeit tun möchten. Vor allem Schwangere, Stillende, Sportler sowie Senioren können von diesem Angebot profitieren, um z.B. einer Mangelernährung vorzubeugen.
Die Ernährungstherapie richtet sich hingegen an diejenigen, die krankheitsbedingt ihre Ernährung umstellen müssen. Sinnvoll ist eine Ernährungstherapie z.B. bei
•    Über- oder Untergewicht
•    Lebensmittelallergien, -unverträglichkeiten und -intoleranzen
•    Krebserkrankungen
•    Stoffwechselerkrankungen

 

Welchen kleinen Gesundheitstipp können Sie geben, den jeder einfach umsetzen kann?

Achten Sie einmal auf Ihr „Bauchgefühl“: ob Hunger, Sättigung, Völlegefühl oder Bauchweh – unsere Verdauungsorgane geben uns eine sehr genaue Rückmeldung darüber, was und wie viel wir vertragen, ob uns eine Speise gut tut oder nicht. Leider wird viel zu oft versucht, diese Signale (z.B. Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall) durch Medikamente zu unterdrücken. Eine Ernährungsumstellung ist jedoch viel sinnvoller, gesünder – und meist auch günstiger.

 

Was tun sie selbst, um sich fit zu halten?

Ich koche selbst und verzichte weitestgehend auf Fertiggerichte. Kraft schöpfe ich durch bewusste „Auszeiten“ und ausreichend Schlaf. Außerdem halte ich mich mit Laufen, Fitnesstraining und Aerobic fit.

 

Wie motivieren Sie sich im Berufsleben?

Durch meine Arbeit verhelfe ich täglich Menschen zu mehr Lebensqualität. Ich gebe Ihnen die Möglichkeit, eigenverantwortlich etwas für sich und ihre Gesundheit tun zu können. Die Dankbarkeit und Freude dieser Menschen ist es, die mich antreibt.

 

Welche Schwächen erlauben Sie sich?

Schokolade und Käse.

 

Welchen Beitrag leisten Sie zum Umweltschutz oder sozialem Engagement?

Ich fahre so oft wie möglich mit dem Fahrrad oder gehe zu Fuß. Meine Lebensmittel kaufe ich bevorzugt regional und saisonal. Außerdem vermeide ich es, Lebensmittel weg werfen zu müssen.
In der Ernährungstherapie gewähre ich bei Vorlage entsprechender Nachweise einen „Sozialrabatt“ für einkommensschwache Patienten (z.B. bei Bezug von Hartz 4 oder BafÖG).

 

Welches Motto haben Sie für den Alltag?

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
(Bertold Brecht)

 

Frau Mißler, vielen Dank für das Gespräch.


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Fotos: istockphoto.com