Alant

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Ein prachtvolles Sonnensymbol

Heute wird Alant wird in erster Linie in der Volksheilkunde verwendet. Tee oder Teemischungen mit Alantwurzeln oder –blättern wirken schleimlösend und helfen bei Bronchitis, Reiz- oder Keuchhusten. Der Tee ist ein gutes Gurgelmittel bei Halsentzündungen und kann auch als Umschlag auf schlecht heilende Wunden aufgelegt werden.

 

Pflanzenwuchs

Alant ist eine bis zu 250 cm hohe Staude aus der Familie der Korbblütengewächse. Ihre Heimat ist Zentralasien, sie wird aber schon lange in den Kräutergärten Europas gezogen. Der Wuchs ist aufrecht und buschig und die Stängel und Blätter sind behaart. Die grünen Blätter sind breit lanzettlich und werden an der Basis bis zu 70 cm lang. Die sonnengelben, duftenden Korbblüten erscheinen von Juli bis August und stehen in wunderschönen Doldentrauben.

 

© Burkhard BohneAlant liebt tiefgründige, nahrhafte und frische Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Er wird durch Aussaat im Frühjahr oder durch Teilung des Wurzelstockes im Herbst vermehrt. Bei einer Neupflanzung ist die stattliche Größe dieser Pflanze zu beachten und der Boden sollte vorher mit ausreichend Nährstoffen angereichert werden. Ab dem zweiten Standjahr können im Sommer Blätter und Blüten gesammelt werden, die fleischigen Wurzeln im Herbst.

 

Geschichte

Alant ist eine typische Sonnenpflanze und gilt als eine der ältesten Heilpflanzen der Welt. Griechischen Sagen zufolge sei Alant aus den Tränen der schönen Helena von Troja entstanden, als diese Canopus, den verunglückten Steuermann ihres Schiffes, betrauerte. Nicht zuletzt wegen der bedeutenden Stellung der Pflanze in der griechischen Mythologie, wird Alant seit ewigen Zeiten als Zauberpflanze betrachtet. Man sagt, Alant sei der Wohnsitz für Elfen und Engel und die Pflanze galt als Symbol für Reinigung. Spätestens seit der Zeit Hildegards von Bingen ist Alant bei uns aber auch als Heilpflanze bekannt. Sie empfahl die Wurzel gegen Husten und Bronchitis und den Alant-Wein bei Magen- und Darmbeschwerden. Schon bald wurde der Wein als Wundermittel  angesehen und  sowohl gegen Pest als auch bei Vergiftungen eingesetzt.

 

Burkhard Bohne

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