Bohnenkraut

BohnenkrautDas Kraut für Bohnen

Bohnenkraut enthält ein intensiv duftendes ätherisches Öl und wird in der Volksheilkunde gern als Tee zur Steigerung des Appetits, gegen Blähungen, bei Entzündungen und auch zur Förderung der Verdauung eingesetzt.  Auch in der Küche darf das Kraut nicht fehlen. Was wären Bohnengerichte ohne das aromatische Kraut?

Auch andere schwer verdauliche Speisen werden dank der verdauungsfördernden Eigenschaften des Krautes viel verträglicher. Besonders beliebt ist die Verwendung der frischen Triebe zum Aromatisieren von Essig und Öl.

 

Pflanzenwuchs

Das Sommer-Bohnenkraut ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Lippenblütengewächse und stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Sein Wuchs ist buschig und die Blütenstiele stehen straff aufrecht, sind  stark verzweigt und werden bis 40 cm hoch. Die aromatischen, dunkelgrünen Blätter sind schmal lanzettlich und behaart.

 

© Burkhard BohneBohnenkraut mag nährstoffreiche, kalkhaltige, leichte Böden und sonnige, warme Lagen. Die Aussaat erfolgt im Frühjahr (Lichtkeimer!), wenn der Boden bereits erwärmt ist. Praktisch: Bohnenkraut wächst besonders gut in der Nachbarschaft von Bohnen. Frische Blättchen können während des ganzen Sommers geerntet werden. Zum Trocknen schneidet man das ganze Kraut.

 

Geschichte

In der Antike war das Bohnenkraut ein beliebtes Gewürz und galt auch als Aphrodisiakum. Die Griechen gaben sich gern dem Genuss hin und huldigten dem Kult des Dionysos, dem Gott des Weines, der Freude, der Fruchtbarkeit und Ekstase. Dieser brachte aus seiner asiatischen Heimat einen Wein mit, der uns als „Blut der Erde“ bekannt wurde. Dieser Würzwein enthielt zahlreiche Kräuter, vermutlich auch Bohnenkraut, und hatte liebesfördernde Wirkung. Auch die Römer bauten das Kraut in ihren Gärten an und gaben ihm seinen Namen. Neben der Würzkraft schätzten sie vor allem die verdauungsfördernde Wirkung des Bohnenkrautes bei fetten und blähenden Speisen.

Bei uns ist das Bohnenkraut seit dem 9. Jahrhundert bekannt, Benediktinermönche brachten es über die Alpen und kultivierten es in ihren Klostergärten.

 

Burkhard Bohne

Fotos: istockphoto.com