Kreuzkümmel

© emer - Fotolia.comEin wirklicher Exot unter den Gewürzen

In seinen Anbauländern wird Kreuzkümmel heute schon immer als Heil- und Gewürzpflanze, ähnlich wie bei uns der Echte Kümmel, verwendet. Er ist Bestandteil von asiatischen Gewürzmischungen, von Curryrezepturen und taucht in vielen Kochrezepten auf. In der Heilkunde wird das fette Öl der Samen bis heute als beruhigendes Mittel bei Magen- und Darmbeschwerden verwendet.

 

Es wirkt auch stimulierend auf die Geschlechtsorgane und ist in einigen Ländern als Abtreibungsmittel bekannt.Wegen seines intensiven eigenen Aromas ist das ätherische Öl der Früchte beliebter Rohstoff für die Likörindustrie.

 

Pflanzenwuchs

Kreuzkümmel ist ein einjähriges Kraut aus der Familie der Doldenblütengewächse und heute als Kulturpflanze im Mittelmeerraum und in Asien  weit verbreitet. Er wächst zunächst rosettig und hat feine, grüne, fiederteilige Blätter. Von Juni bis August erscheinen auf kleinen, weichen Stängeln, die oft kriechend wachsen und 30 bis 40 cm hoch werden, weiße oder rosa Blütenstände. Aus den Blüten entwickeln sich längliche Spaltfrüchte.

Kreuzkümmel ist eine extrem wärmeliebende Pflanze und bevorzugt, durchlässige, warme Böden in sonniger und geschützter Lage. Zur Fruchtreife benötigt er einige warme Monate. In unseren Breiten kommt er bei Freilandaussaat nicht immer zur Blüten - und selten zur Fruchtreife. Daher ist es unbedingt sinnvoll, die Pflanzen vorzuziehen und erst nach den letzten Frösten im Mai auszupflanzen. Ist der Sommer warm genug, blüht das Kraut reichlich und kann viele Samen bilden, die im Spätsommer kurz vor der Vollreife abgeerntet und nachgetrocknet werden müssen.

 

Geschichte

K© Burkhard Bohnereuzkümmel ist eine Wildpflanze Zentralasiens und wurde schon früh in Kultur genommen. Die Araber verbreiteten die Pflanze von Nordafrika nach Indien und auch nach Spanien. Von dort gelangte er bis nach Mittelamerika. Im alten Ägypten war Kreuzkümmel ein beliebtes Gewürz, aber auch Heilpflanze, zum Beispiel gegen das Dreitagefieber. Die Griechen und Römern schätzten die Pflanze als sehr kostbares Gewürz.

 

 

 

 

 

 

 

Burkhard Bohne

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