Rosmarin

Rosmarin

Der Duft des Südens

In der Küche ist Rosmarin ist ein intensives Gewürz, das gern zum Würzen von mediterranen Gerichten verwendet wird. Das intensive Aroma passt gut zu Fleisch, Fisch, Geflügel, Gemüse und Suppen.

Rosmarin wird auch zur Herstellung von Würzölen und Kräuterlikören verwendet. Und in der Pflanzenheilkunde ist Rosmarin von Bedeutung. Er wirkt blutdrucksteigernd, kreislaufstimulierend, verdauungsfördernd und ist häufig Bestandteil von appetitanregenden Teemischungen.

 

Pflanzenwuchs

Streng genommen ist Rosmarin kein Kraut, sondern ein immergrüner, kleiner Strauch aus der Familie der Lippenblütengewächse. Sein Wuchs ist dichtbuschig und am Naturstandort wird Rosmarin bis 2 Meter hoch. Die dunkelgrünen Blätter sind linealisch, die Oberfläche ist ledrig und der Rand eingerollt. Von März bis Juni erscheinen blassblaue Lippenblüten, die in Scheinquirlen stehen. Als mediterraner Halbstrauch bevorzugt Rosmarin magere, humose, durchlässige Böden in sonniger und warmer Lage. Viele Sorten gelten bei uns als nicht winterhart, hier ist die Topfkultur sinnvoll. Rosmarin wird durch Stecklinge im Sommer vermehrt und kann viele Jahre alt werden.

 

© Burkhard Bohne Während des Wachstums muss er regelmäßig gegossen und gelegentlich gedüngt werden, wobei Staunässe unbedingt zu vermeiden ist. Freilandkulturen müssen im Winter dick abgedeckt werden und Rosmarintöpfe werden hell und kühl überwintert. Die Ernte von frischen Rosmarinzweigen kann ganzjährig erfolgen, Ausnahme ist der Herbst und Winter im Freiland.

 

 

Geschichte

Der botanische Name Rosmarinus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet etwa „Tau, der zum Meer gehört“. Die Legende sagt, dass Segler auf dem Mittelmeer die Nähe des Landes rochen, wohl wegen des vom Wind weit getragenen Duftes dieser Pflanze. Und nicht nur das, Rosmarin ist eine uralte Symbolpflanze des Mittelmeerraums und galt im Altertum als heilig. Man sagte, der Duft des Rosmarins versöhne selbst zürnende Götter und schmückte ihre Statuen mit Kränzen. Außerdem galt Rosmarin als Ersatz für den teuren Weihrauch.

 

Burkhard Bohne

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