Schafgarbe

© Marén Wischnewski - Fotolia.comEin wahres Zauberkraut

Schafgarbe wird damals wie heute vielfach als Heilkraut verwendet. Es gilt als harntreibend, stoffwechselanregend, entzündungshemmend, antiseptisch und krampflösend. Frische Frühlingsblätter sind gesund und werden zur Zubereitung von Kräuterquark oder -butter verwendet und auf Brot gegessen. Viel bekannter ist die Verwendung der Schafgarbe als Heilkraut.

Blüten und Blätter werden getrocknet und als Tee oder als Bestandteil von Teemischungen bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Galle-Störungen, zur Appetitanregung oder bei Menstruationsbeschwerden verwendet.

 

Pflanzenwuchs

Die gewöhnliche Schafgarbe ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütengewächse und in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel  zu Hause. Sie wird bis 80 cm hoch, hat fiederschnittige Blätter und blüht im Sommer in weißen Doldenrispen. Zum gesunden Wachstum benötigt die Schafgarbe gut durchlässige Böden und einen sonnigen Standort.

 

© Burkhard BohneDie Vermehrung erfolgt durch Aussaat im Frühjahr oder besser durch Teilung des Wurzelstockes im Herbst. Einmal im Garten angesiedelt, können die Pflanzen über mehrere Jahre am Standort verweilen und breiten sich dort stark aus. Geerntet wird  ab dem Frühjahr: Zuerst werden junge Blätter der jungen Austriebe geerntet und frisch verarbeitet. Später, im Frühsommer, wird das ganze blühende Kraut geschnitten, gebündelt und getrocknet.

 

Geschichte

Die Gewöhnliche Schafgarbe ist eine uralte Heil- und Zauberpflanze und in vielen Kulturen hoch geschätzt. Der Gattungsname Achillea geht auf Achilles zurück, den sagenhaften Helden der Ilias. Der Legende nach soll das Kraut aus dem rostigen Speer des Achilles entstanden sein, einem Speer, der nicht nur verletzen konnte, sondern auch heilen. Und auch die keltischen Druiden nutzten die Pflanze zur Heilung von Wunden, kannten sie aber auch als Orakelpflanze zur Vorhersage des Wetters. Seit der Antike wird die Schafgarbe in allen Kräuterbüchern beschrieben und bei uns erstmals in den Klostergärten des Mittelalters angebaut.

 

Burkhard Bohne

Fotos: istockphoto.com, © Fotolia.com